Darstellendes Spiel

Theater. An der WSO. Oder soll’s etwa öde werden?

K1024_Fünf Minuten

Wie wichtig es ist, sich in den verschiedensten Lebenslagen sicher zu bewegen und sicher zu wirken, das weiß jeder. Schließlich ist die ganze Welt im Grunde eine riesige Theaterbühne.
Für die nötige Sicherheit, die dann auch wirklich überzeugend ist, braucht es Übung. Die muss aber gar nicht so sauer sein, wie das Wort „Übung“ es nahelegt. Wenn du Interesse daran hast zu zeigen, was in dir steckt, wenn du dich in verschiedenen Rollen ausprobieren möchtest, wenn du neue Seiten an dir selbst entdecken und zusammen mit anderen ein echtes Stück Theater auf die Beine stellen willst, wenn du dabei Spaß haben möchtest und diesen Spaß ein bisschen ernst nehmen willst, dann ist das Theaterprojekt oder gar ein Kurs im Fach Darstellendes Spiel das Richtige für dich! Langeweile ist ein Wort, das du bei uns vergessen kannst.

Und das erwartet dich bei uns:

  • Du lernst etwas über Bewegung. Und über Geschichten. Und übers Sprechen. Und über Rhythmus.
  • Du kannst dich ausprobieren.
  • Du musst allerdings auch mit anderen zusammenarbeiten.
  • Dabei wirst du zusammen mit denen, die wie du Theater machen wollen, ein eigenes Stück erstellen. Mit deinen Ideen. Mit dem, was du über Theater lernen wirst. Und mit professioneller Hilfe von  Theaterleuten, die dir viele Tricks und Kniffe zeigen.
  • Nach einigen Proben kommt der Auftritt: Ihr alle zusammen. Auf der Bühne. Wie im richtigen Leben.
  • Noch etwas: Du gehst natürlich auch ins Theater und kannst dort sehen, wie Theater funktioniert.
  • Du siehst, wie Schauspieler auf der Bühne arbeiten.
  • Du siehst, was sich so alles hinter der Bühne abspielt.
  • Und kannst am Ende verschiedene Rollen interpretieren und vielleicht sogar (d)ein eigenes Stück entwerfen.

So sieht die Einladung aus, mit der wir uns an Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen wenden, um sie auf unser Theater-Angebot aufmerksam zu machen. Diejenigen, die mitgemacht haben, hatten … schon auch … etwas Stress. Denn jeder muss verlässlich arbeiten. Und man kann sich nicht einfach mal zurücklehnen und die anderen machen lassen. Und zeigen muss man sich schließlich auch. Öffentlich. Aber die, die sich darauf einlassen, können, abgesehen von der Arbeit, die sie investieren, auch das Gefühl genießen: Wir haben unsere Aufführung hingekriegt. Rechtzeitig. Und gut. Wir haben Beifall gekriegt. Und etwas auf die Beine gestellt, was uns ganz anders gefordert hat als der Alltagsunterricht. Jetzt wissen wir, wie sich das anfühlt. Und haben jetzt eben etwas mehr Erfahrung in diesem Bereich als andere.

Und wir von der WSO sagen: Es macht wirklich einen Riesenspaß mit euch!

Ralf Siebert

 

Vorhang auf zur ersten Aufführung im neuen Theaterraum

Nach einem musikalischen Auftakt durch die “Friedrichs” (Leitung Kirsten Scholl), dem Grußwort der Schulleiterin, Annette Greilich, und des Vorsitzenden des Ehemaligenvereins der Schule, Klaus Bonkowski, war es soweit: Die Gruppe “Darstellendes Spiel” des Jahrgangs 13 präsentierte am Nachmittag des 12.05.2014 unter der Regie ihres Spielleiters, Dr. Ralf Siebert, selbst entworfene Szenen zum Thema „Konflikt“. Wichtiger als Ursachenforschung war den Schülerinnen und Schülern in diesem Zusammenhang die Frage danach, was Konflikte mit uns machen. Die Eindrücke, die hierzu in den vorausgegangenen sieben Unterrichtsmonaten gewonnen werden konnten, wurden wie ein Mosaik zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Das Publikum war vom Ergebnis beeindruckt, der Applaus verdient und die zahlreich vertretenen Vorstandsmitglieder des Ehemaligenvereins sahen, wie sinnvoll ihre großzügige finanzielle Unterstützung des Projekts durch die Ausstattung des Raums mit Vorhang und Bühnentechnik angelegt war. Ein herzliches Dankeschön an den Förderverein, an Herrn Dr. Siebert und alle Akteure dieses Nachmittags!

Applaus, Applaus: Zweite Aufführung der DS-Kurse

Am vierten Mai zeigten die Schülerinnen und Schüler eine Szenenfolge, die in den DS-Kursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 unabhängig voneinander erarbeitet und erst kurz vor der Präsentation zusammengeführt worden war. Der Arbeitsprozess begann mit dem offenen Arbeitstitel „Helden“, richtete sich dann auf die Auseinandersetzung mit den „Heldentaten“, die zurzeit häufig auf Titelseiten der Nachrichtenblätter stehen, und mündete schließlich in eine Reihe von Szenen, die miteinander verbunden wurden. Rund ums Internet drehten sie sich. Ein Requisit, eingesetzt als Metapher (vgl. Szenenfotos), band sie zusammen.