Studienfahrten

Besuch beim Hüter der Preisstabilität

Die angehenden Groß- und Außenhandelskaufleute der 11B1 besuchten mit ihrem Klassenlehrer Mirko Eckhardt im Rahmen des Lernfeldes Wirtschafts- und Geldpolitik die Europäische Zentralbank in Frankfurt.

Nach einer sehr gründlichen Sicherheitskontrolle erfuhren wir zunächst etwas über die Architektur des neuen EZB Gebäudes, das auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle im Frankfurter Ostend errichtet wurde. Denkmalschutz und ökologische Gesichtspunkte prägten den Bau während der Jahre 2010 bis 2014. Vorher war die EZB seit ihrer Gründung 1998 am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt. Dort sitzt mittlerweile nur noch der Bereich Bankenaufsicht der EZB, der allerdings auch immerhin ca. 1000 der insgesamt etwa 4000 Mitarbeiter der Zentralbank beschäftigt.

Unsere Referentin erläuterte den Weg von der Montanunion im Jahre 1951 bis zur Einführung des Euro im Jahre 1999. Im Folgenden wurden uns die geldpolitischen Methoden nähergebracht, die dafür sorgen sollen, dass die Preisstabilität innerhalb des Euroraums, also innerhalb von 19 EU-Staaten, gewährleistet wird.

Insgesamt war die Exkursion sehr informativ und nicht zuletzt aufgrund des herrlichen Wetters und des leckeren Mittagessens sehr angenehm.

Kleine Nachlese zur Studienfahrt des Jahrgangs 12 BG nach London

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Big Ben – Shakespeare’s Globe – British Museum – Buckingham Palace – Tower Bridge – London Eye – Tate Gallery and so on and so forth … Eine endlose Reihe von berühmten Sehenswürdigkeiten macht London zu einer der meistbesuchten Städte in Europa.

Auch im Schuljahr 15/16 nahm eine Busladung voll interessierter Schülerinnen und Schüler das alljährliche Angebot der WSO für den Jahrgang 12 des Beruflichen Gymnasiums wahr, einige dieser Sehenswürdigkeiten selbst in Augenschein zu nehmen.

Kurz vor den Sommerferien – kurz nach dem Brexit – ging es mit der Frage, wie die Stimmung im Land wohl so sein mochte, per Fähre über den Ärmelkanal.

Der Umtauschkurs war für uns jedenfalls sehr begrüßenswert. Und ins Land gelassen wurden wir ebenfalls alle ohne Probleme, besonders da einem Schüler noch in Gießen auffiel, dass sein Ausweis auf dem heimischen Kopierer lag und seine Frage, ob wohl die Kopie an der Grenze reiche, von den Lehrkräften geflissentlich verneint wurde.

Vier Tage London boten dann für alle reichlich englisches Hauptstadtflair, gemischtes Wetter, gemeinsame Spaziergänge entlang der bekannten Sehenswürdigkeiten, eine Themsefahrt, eine Führung durch Shakespeare’s Globe, Museumsbesuche, und natürlich den Besuch von Camden Town Market und Covent Garden. Außerdem blieb genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und das eine oder andere Mitbringsel zu erstehen.

Und der Brexit wurde kurzerhand beim Abendessen im Pub um die Ecke kontrovers diskutiert. Alles in allem eine gelungene Fahrt, die im aktuellen Schuljahr wieder auf dem Programm steht.

Annette Tegethoff

Weit nach Osten …

Aufgrund der großen Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern fand in diesem Schuljahr zum vierten Mal in Folge eine Studienfahrt nach Auschwitz statt.

Schülerinnen und Schüler des Fremdsprachensekretariats sowie des Bereichs Lagerlogistik reisten vom 7. bis 11. November 2016 nach Polen. Begleitend zu ihrem Politikunterricht besichtigten sie das Konzentrationslager Auschwitz und erhielten einen bleibenden Eindruck von den Gräueltaten des Nazi-Regimes in den Jahren 1940 bis 1945. Unsere deutschsprachige Führung machte an diesem denkwürdigen Ort des Weltkulturerbes einmal mehr darauf aufmerksam, dass es an jedem Einzelnen ist, dazu beizutragen, dass sich so etwas in Gegenwart und Zukunft nicht wiederholt.

Während der drei Tage Aufenthalt in Polen nutzen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sehenswerte Orte des Landes kennenzulernen.

Neben dem Besuch der Gedenkstätte stand ein Ausflug nach Tschenstochau auf dem Programm, ein bekannter katholischer Wallfahrtsort, den auch der 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II besuchte. Im dortigen 600 Jahre alten Paulinenkloster (Klasztor Jasna Góra) befindet sich das große Gnadenbild der wundertätigen Schwarzen Madonna. Von Tschenstochau ging die Fahrt weiter nach Krakau – eine historischen Universitätsstadt, die bis heute aufgrund architektonischer Schönheit und großem kulturellem Reichtum Weltruhm genießt. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die Stadt und kamen mit einer Vielzahl von Eindrücken zurück.

Der letzte Ausflug führte nach Zakopane, tief im Süden des Landes in der Hohen Tatra. Auf dem Weg dorthin hatte der Winter bereits seine Spuren hinterlassen. Zakopane ist ein bekannter Kur- und Wintersportort, der u. a. über mehrere Skisprungschanzen verfügt. Einige Schülerinnen und Schüler nutzen die Möglichkeit, mit dem Lift in die Berge zu fahren, um eine wunderschöne Aussicht über den Ort und die Hohe Tatra zu genießen.

Das Programm ließ ein wenig Bummeln und Shoppen natürlich auch zu, sodass das Portemonnaie etwas erleichtert und das eine oder andere „neue Teil“ zu Hause vorgeführt werden konnte : )

Eine eindrucksvolle Woche ging sehr schnell vorbei und alle machten sich wieder auf den Heimweg gen Westen …

Klassen: 11S2, 12S1, 12S2, 11L1 mit den Lehrern Gunter Ackermann, Thorsten Lorch und Angela Otto

“The Life” im English Theatre Frankfurt

65 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule erlebten am Tag der Zeugnisausgabe im Januar die “Lust” und den Frust eines ganz speziellen Lebens im Rotlichtviertel New Yorks: Ein Leben Uptown ist der Traum von Queen, der sie aufrecht erhält und den sie sich am Ende eines Daseins in Abhängigkeit, Enttäuschung und Erniedrigung möglicherweise erfüllen kann. Ihre Freundin Sonja, gespielt von der wunderbaren Claudia Kariuki, die vergangenes Jahr in der Rolle der Oda Mae in “The Ghost” brillierte, ermöglicht Queen die Flucht aus den Fängen der Prostitution. Für diesen Freundschaftsdienst nimmt sie eine Bluttat auf sich, die sie nicht begangen hat. Nach einem abwechslungsreichen Leben in die Jahre gekommen, ist die Aussicht auf eine gewärmte Gefängniszelle vielleicht gar nicht die schlechteste Wahl – so das augenzwinkernde Resümee von Sonja am Ende der Show. Gerade durch sie bekommen die traurigen, die brutalen und die hässlichen Seiten des Lebens immer wieder in ein menschliches Gesicht, weshalb nicht nur Nachdenklichkeit entsteht, sondern auch viel Spaß und gute Laune. Musik, Gesang und Tanz tun ein Übriges. Alles handgemacht und live. Empfehlung von uns allen!

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Im Bann des Mobiltelefons

K1024_MAK1… befindet sich die Klasse 11K2 – genau wie wohl alle Jugendlichen heutzutage – natürlich täglich. Bei einem Ausflug nach Frankfurt hatte sie aber kürzlich die Gelegenheit zu entdecken, wie moderne Künstler und Künstlerinnen sich diesem Phänomen des heutigen Alltags genähert haben. Im Museum für angewandte Kunst besuchten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Herrn Mandler und Frau Tegethoff die Ausstellung Hamster Hipster Handy, in der das Kommunikationsmittel von verschiedensten Seiten beleuchtet wurde.
Bei einer Führung durch die Ausstellung wurde am Beispiel eines Selfies des chinesischen Regimekritikers Ai Weiwei bei seiner Festnahme thematisiert, wie wichtig das Medium für politisch verfolgte Menschen weltweit geworden ist, wie wichtig auch für Demokratiebewegungen, die durch das internetfähige Handy überhaupt erst die Zensur im eigenen Land umgehen können. Durch eindrucksvolle Fotomontagen und Installationen wurden daneben die Schattenseiten der modernen Kommunikationswelt in den Blick gerückt. Cybermobbing, der gläserne Mensch und die zunehmende Selbstdarstellungssucht waren hier die Themen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage nach einem modernen Mangel an direkter Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, unter anderem nahegebracht durch ein lustiges Video.
Beim abschließenden Besuch des Maintowers konnten die SchülerInnen bei schönstem Sonnenschein ihre eigenen Selfie-Gewohnheiten hinlänglich anwenden und testen.K1024_JB15_VP038a

Annette Tegethoff

Börse und Deutsche Bundesbank in Frankfurt erkundet

Eine Studienfahrt, zwei Vorträge und eine Menge Großstadtluft für fünf Klassen der Zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Bürowirtschaft:  Im Mai wurde vor Ort erfahrbar, wie die Börse funktioniert und welche Aufgaben der Deutschen Bundesbank zukommen. Ein Muss für alle, die sich für Wirtschaft interessieren, und ein Gewinn – so die Rückmeldungen aus der Schülerschaft im Nachhinein.  Begleitlehrer waren die Klassenlehrer Torsten Lorch (11W4), Stefan Mandler (11W5), Eva Schwabe (11W2) und Christiane Will (11W1 und 11W3).

Besuch des English Theatre in Frankfurt

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Ein solch einhelliges Urteil unter den rund 80 Schülern der vier Klassen der einjährigen Höheren Handelsschule erhalten wir selten: Das English Theatre in Frankfurt bot mit seinem Musical “Ghost” mitten in der Tristesse des Januars eine fantastische Show und riss das Publikum in unerwarteter Intensität mit: Schluchzende Mädels waren in den Zuschauerrängen auszumachen, dann wieder Lachen und strahlende Gesichter angesichts der Lebensfreude und Komik, die vor allem Oda Mae auf die Bühne zauberte. Versteht sich, dass man sich ein Treffen mit den Stars hinterher nicht entgehen lassen konnte. Sprachunterricht kann so lustvoll sein …

Exkursion zur DASA in Dortmund

Im Dezember 2014 besuchten die Klassen 11W1, 11W2, 11W3 und 11W4 der Zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Bürowirtschaft im Rahmen ihres fachpraktischen Unterrichts die Deutsche Arbeitswelt Ausstellung (DASA) in Dortmund. Gemeinsam mit den Lehrkräften Frau Ax, Frau Schwabe, Herrn Kundermann und Herrn Lorch begann frühmorgens die Fahrt mit zwei Bussen.

Am Zielort angekommen, erkundeten die Klassen zunächst einen Teil des 13000 m² großen Ausstellungsgeländes auf eigene Faust. Danach wurden die vier Gruppen unter fachkundiger Führung durch die Ausstellung begleitet und in unterschiedliche Themenbereiche eingeführt: Vorbei am gläsernen Menschen ging es zu einem überdimensional großen PC, an dem die Schülerinnen und Schüler viel über Erkrankungen durch falsches Sitzen am PC-Arbeitsplatz erfuhren. Im Anschluss folgten unter anderem in die Ausstellungsbereiche „Schuften in Schichten“ und „Lebensraum Arbeitswelt“. Schließlich hatten die Gruppen nochmals Gelegenheit, viele Stationen und Ausstellungsobjekte selbst auszuprobieren.

Abgerundet wurde die Fahrt mit einem Besuch des Dortmunder Weihnachtsmarkts, der neben mehr als 300 Ständen auch den größten Weihnachtsbaum der Welt zu bieten hat. Am Abend kamen alle müde, aber beeindruckt nach Hause.

 Bilder der Studienfahrt nach Auschwitz

Informationen zur Studienfahrt hier

Gedanken nach der Fahrt

„Scham, Trauer und Fassungslosigkeit über diese Grausamkeiten…“

Erwartungen an Auschwitz hatte ich eigentlich keine, ich wusste nur, dass es sehr erdrückend und traurig werden wird, was sich letztendlich auch bestätigt hat. Auschwitz ist nicht das erste Konzentrationslager, das ich besucht habe, doch trotzdem lässt mich der Gang durch das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ nicht kalt. Mit einem bedrückenden und beklemmenden Gefühl laufe ich an den Häftlingsblocks vorbei, umzäunt von meterhohen Drahtmauern, bis ich plötzlich vor Glaswänden stehe, die mit Bergen von Haaren, Koffern, Kinderschuhe und persönlichen Habseligkeiten gefüllt sind. Die erste Frage, die mir durch den Kopf schießt: „Wie viele Menschen waren nötig, um das alles hier in Massen anzusammeln?“ Die Antwort kam schnell, Massen! Das war der erste Moment, wo mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen ist. Doch als ich durch das Krematorium und die Gaskammer gelaufen bin – die Wände übersäht mit Kratzspuren – wurde mir fast schlecht.  Mein erster Gedanke über all das, was ich im Stammlager 1 gesehen habe, einfach grausam.  Wie können Menschen zu so etwas fähig sein? So etwas Krankes! Wut, Hass, tiefes Entsetzen, so viele Gefühle auf einmal türmen sich in mir auf. Ich kann das alles nicht begreifen. Vor der sogenannten „Todeswand“ kamen mir schließlich die Tränen, ich konnte mich nicht dagegen wehren, die Eindrücke waren einfach viel zu überwältigend.
Der zweite Teil der Besichtigung fand in Auschwitz Birkenau statt. Das riesige Haupttor, durch das damals Züge mit Menschenmassen gerollt sind, ist sehr überwältigend. Den Hauptturm kann man begehen, um sich einen Überblick über das Gelände zu verschaffen.  Als ich dann dort oben stehe, stockt mir fast der Atem:  das Ausmaß des Geländes, Kilometer lang und Kilometer breit, übersäht von tausenden Baracken, alten Ruinen, eng aneinander gebaut, unbeschreiblich, und mitten drin, die Bahngleise. Wir laufen die Bahngleise entlang, es kommt mir vor, als würde der Weg gar nicht enden, und um mich herum, überall Ruinen und Baracken, soweit kann man gar nicht schauen. Ein kleiner Wagon steht auf den Gleisen, unfassbar, dass hier Menschen regelrecht reingequetscht wurden. Ebenso wie in den alten Baracken, hunderte Menschen verweilten hier, zusammengepfercht wie Tiere auf Holzbrettern. War die Baracke voll, wurden alle ins Krematorium verfrachtet, der Gedanke, widerlich! Als wir am Ende der Bahngleise angekommen sind, stehen wir vor den Ruinen der Krematorien. Noch einmal schweift mein Blick über das komplette Gelände.  Scham, Trauer und Fassungslosigkeit über diese Grausamkeiten bedrücken mich. Beim „Zurückschlendern“ an den Bahngleisen bin ich völlig in mich gekehrt, die Ruhe selbst, kaum ansprechbar, und immer noch total überwältigt von den ganzen Eindrücken, die innerhalb einiger Stunden auf mich eingeschlagen sind wie eine  Bombe.

Cathleen

Für mich war es auf unserer Studienreise sehr beeindruckend, die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau bewusst als einen der Orte zu besuchen, an dem die Vernichtung der europäischen Juden stattfinden sollte und auch stattfand. Obwohl ich mich immer wieder mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, war ich entsetzt über die räumlichen Dimensionen dieser Anlage im Verhältnis zu dem Ausmaß der Verbrechen, die dort in relativ kurzer Zeit begangen wurden. Räumlich schien dort alles so klein und dennoch ist Auschwitz der größte jüdische Friedhof der Welt, wahrscheinlich der größte Friedhof überhaupt.Unsere Fahrt dorthin hat mir dabei geholfen, weitere Aspekte der Geschichte der Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung kennenzulernen und ihre Bedeutung und Folgen besser zu begreifen. Es war in jeder Hinsicht eine durchaus bereichernde Erfahrung, die mir in meinem Leben sehr wichtig ist, weil ich bewusst erleben und reflektieren konnte, zu welchen Grausamkeiten wir Menschen fähig sein können. Die Frage, wie ich mich damals verhalten hätte, beschäftigt mich seitdem immer wieder. Hätte ich damals den Mut gehabt, mich gegen den Wahn der Nazi-Ideologie zu wehren? Ich hoffe innig, dies wäre der Fall gewesen …

 Patrick B.

 … weil man das, was man dort gesehen und erlebt hat, kaum in Wort fassen kann, sondern jeder selbst erlebt haben muss.

 Auschwitz wirkte auf mich sehr unheimlich. Was mich besonders getroffen und berührt hat war die Stelle, als wir durch einen alten Gefängnistrakt geführt wurden, der zu einem Museum umfunktioniert worden war. Dort lagen hinter einer Glasscheibe hunderte Koffer von Menschen, die dort angekommen sind. Auf diesen Koffern standen die Namen und die Herkunft der angekommenen Menschen. Wenn man diese ganzen Koffer da liegen sieht und so viele Namen liest, wird einem ganz schlecht und so langsam klar, was dort wirklich passiert ist. Am Ende war ich mir einig, dass sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt hat, weil man das, was man dort gesehen und erlebt hat, kaum in Worte fassen kann, sondern jeder selbst erlebt haben muss.

David G.

 „Ich war geschockt, sprachlos, wütend, fassungslos, hatte ein unbeschreibliches Gefühl der Trauer“

Ich hatte keine genauen Erwartungen an die Fahrt dorthin. Ich glaube, dass es besser so war. So etwas kann man sich nicht vorstellen. Im Konzentrationslager selber war mir sehr „mulmig“ zu Mute. Ich habe mich sehr verantwortlich gefühlt, obwohl ich nicht deutscher Abstammung bin. Meine Stimmung war sehr gedrückt, weil man immer diese Bilder im Kopf hat wie Berge voller Leichen, abgemagerte Körper. In den Räumlichkeiten zu gehen, hat mich schon Kraft gekostet, besonders in diesem Haus, in dem die Kinderbilder hingen. Da musste ich – ehrlich gesagt – mit den Tränen kämpfen. Das „Highlight“ war die Gaskammer ! So etwas Menschenverachtendes kann man sich nicht vorstellen! Die Wände waren voller Kratzer. Man hatte das Gefühl, die Seelen sind noch dort. Ich war geschockt, sprachlos, wütend, fassungslos, hatte ein unbeschreibliches Gefühl der Trauer … Meiner Meinung nach müsste es Pflicht sein, dass jeder Bundesbürger in Deutschland ein KZ besuchen muss. Wir in Deutschland müssen damit verantwortungsvoll umgehen. Wir dürfen nicht verdrängen und nicht vergessen. Man sollte sich vor Augen führen, dass die Verbrechen vor ca. 70 Jahren genau in diesem Land passiert sind, wo wir unser Leben haben, wo es uns gut geht, wo wir in Freiheit leben können. Wir dürfen dieses Land nicht den Rechten überlassen! Wir dürfen nicht vergessen! Wir dürfen nicht verdrängen, damit noch in 300 Jahren die Menschen wissen, wozu Menschen in der Lage sind!

Adem H.

Biologen des BG 12 auf Ganztagesexkursion im Nationalpark Kellerwald

Nach langer Planung, Organisation und inhaltlicher Vorbereitung war es soweit: Der Leistungskurs und die beiden Grundkurse Biologie fuhren am 10. Juli 2014 mit den Lehrkräften K. Lynker, J. Hans und Th. Volkert in den Nationalpark Kellerwald. Die Exkursion gliederte sich in die Bereiche Indoor und Outdoor. Im Indoorbereich wurden im Nationalparkzentrum Vöhl unter Anleitung einer pädagogischen Mitarbeiterin die Themen „Nationalparkgedanke“, „Biodiversität“ und „Sukzession“ theoretisch erarbeitet.

Der Outdoorteil der Exkursion führte uns unter Anleitung eines Rangers dann mittenrein in die Natur. Hier erlebten wir den Nationalparkgedanken „Natur Natur sein lassen“, erhielten einen kleinen Eindruck von der „Biodiversität“, indem wir Pflanzen bestimmten, und wir stellten uns der sichtbaren Sukzession in einem vom Orkan Kyrill 2007 zerstörten Teil des Nationalparks. Hier gab es keine aufgeräumten und befestigten Wege mehr …

Katja Lynker

Einige Schülerstimmen zur Exkursion:

“Meiner Meinung nach war die Exkursion zum Nationalpark Kellerwald eine sehr sinnvolle Aktivität außerhalb des Klassenraums. Hier konnte man die Pflanzen, die man sonst nur in Klassenbüchern sieht, auch mal live sehen. Außerdem war es auch ganz gut, mal etwas mit seinem Leistungskurs zu unternehmen, um sich besser kennenzulernen. Es war ein schöner Tag und ich hoffe, dass es nächstes Schuljahr noch weitere Ausflüge dieser Art geben wird.”

“Mir hat die Exkursion zum Edersee gut gefallen. Die Arbeit indoor war sehr interessant und durch die jeweiligen Vorträge zum Schluss wurden die erarbeiteten Themen noch einmal gut zusammenfasst. Der gezeigte 4D-Film hat einen tieferen Einblick in das Ökosystem Wald gebracht. Durch die Vibrationen und die Luftstöße hat man sich sehr verbunden gefühlt mit der Natur.”

“Das Wetter war angenehm warm, jedoch beim Wandern etwas zu heiß. Trotzdem hat sich der Ranger Mühe gegeben, uns alles zu zeigen, und er hat gute Laufwege benutzt. Auch im Wald wurde wieder in Gruppen gearbeitet und die Resultate wurden zum Ende hin erfasst und kurz vorgestellt. Insgesamt kann ich die Exkursion nur weiterempfehlen für nächste Schülergenerationen.”

“Die Exkursion war interessant und eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht. Die Mischung aus Praxis und Theorie hat zu mehr Verständnis beigetragen und dafür gesorgt, dass keine Langeweile entstehen konnte. Rundum ein gelungener Tag.”

“Der  Tag im Nationalparkzentrum war mal eine etwas andere Biologiestunde. Mir persönlich hat das 4D Kino sehr gut gefallen, aber auch die Arbeit in den Gruppen zu den Themen „Nationalparkgedanke“, „Biodiversität“ und „Sukzession“.  Die Wanderung im Wald war dagegen nicht mein Favorit an diesem Tag. Die Strecke an sich war gut zu laufen, teilweise hatte man auch einen sehr schönen Ausblick.  Es war aber eine lange Strecke und wegen der Sonne einfach zu warm und gegen Ende sehr anstrengend,  man war froh, wieder im Bus nach Hause zu sitzen.   Alles in allem war es ein informativer und interessanter Tag, an dem Spaß auch nicht zu kurz kam.”

“Ich empfand unsere Exkursion in den Nationalpark Kellerwald als eine schöne Abwechslung zum normalen Biounterricht. Es war sehr interessant und ich habe viel Neues gelernt. Besonders gefallen hat mir das “Museum zum Anfassen” im Nationalparkzentrum und der daran angeschlossene 4D Film. Auch die Wanderung war sehr interessant und aufschlussreich, leider nur mir und den meisten anderen etwas zu warm und zu lang.”

Exkursion: “Saturday Night Fever” im English Theatre Frankfurt

Ein Feuerwerk an Emotionen konnten vier Klassen der Höheren Handelsschule am 14. März im English Theatre Frankfurt erleben. Das Musical “Saturday Night Fever” bot eine Bühnenshow, die keine Facette des Lebens unbeleuchtet ließ:  Politik und Privatsphäre, Lust und Depression, Erfolg und Niederlage, Aggression und Liebe, Leben und Sterben. Dargeboten von  jugendlichen Schauspielern, die Energie pur versprühten und ihr Publikum mit Tanz, Musik, Gesang und ihrem Schauspiel in den Bann zogen. Am Ende ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit und an einem Ort, der eher düstere Zukunftsprognosen verhieß. Im Mittelpunkt die Liebe und die Frage aller Fragen: How deep is your love?

Wir danken Frau Scherhaufer, die uns dieses Erlebnis ermöglicht hat. Mehr Bilder und Informationen unter: www.english-theatre.de